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Gertrude Stein
TENDER BUTTONS
Objects · Food · Rooms
Gestaltung Monika Rohrmus


Gertrude Stein zählt wie Virginia Woolf zu den ersten Frauen der klassischen literarischen Moderne. Sie schrieb experimentelle Romane, Novellen, Essays, Gedichte, literarische Porträts und Bühnenwerke, in denen sie sich über sprachliche und literarische Konventionen hinwegsetzte, sodass viele Kritiker und Leser ihr Werk als zu schwierig empfanden, sich darüber belustigten oder es ignorierten. Erst ihr mehr im konventionellen Stil verfasstes Buch The Autobiography of Alice B. Toklas, 1933 in New York veröffentlicht, erreichte einen hohen Bekanntheitsgrad und machte sie zu einer literarischen Berühmtheit. Stein prägte den häufig in Abwandlungen zitierten Satz „Rose is a rose is a rose is a rose“, der aus dem Gedicht Sacred Emily in dem 1922 veröffentlichten Buch Geography and Plays stammt.

Die Prosastücke der Tender Buttons erschienen in New York 1914. Die Texte gelten als die schwierigsten der Gertrude Stein, als ihre unverständlichsten, experimentellsten. Man hat sie baren Unsinn genannt oder umgekehrt, Mandalas. Stein nannte die Stücke einmal Stillleben, und zwar in der Manier der kubistischen Bilder Pablo Picassos. Sie wollte in Sprache das schaffen, was der Kubismus mit Linie und Farbe versuchte zu gestalten: absehen von jeglicher Art wiedererkennbarer Repräsentation der Dinge, und doch gleichzeitig deren Wesen aus eigener Sicht zu erfassen.
So versuchte Monika Rohrmus in ihrer persönlichen Gestaltung weniger kubistische Elemente aufzunehmen, als vielmehr die der Abstrakten Malerei. Obwohl auch Anklänge an den Orphismus, eine vom Kubismus ausgehende Variante, in ihren kreisförmigen Bildern sichtbar werden. Die Intention ist hierbei der reinen, neuen Sichtweise der Sprache von Gertrude Stein, eine reine geometrische Abstraktion gegenüber zustellen.

2016, 3 Bände, Text in original englischer Sprache, Format 26,5 x 32 cm, je 20 Doppelseiten mit je 7 bzw. 9 mehrfarbigen Linolschnitten von Monika Rohrmus gedruckt auf Werkdruck 140 g/qm; der Text wurde digital gesetzt aus der Georgia und Avenir, Leporellobindung, Einband Pappe mit bedrucktem Papier und mit einem Schuber versehen.
Auflage 25 Exemplare, nummeriert und signiert.

Gertrude Stein TENDER BUTTONS 01

Gertrude Stein TENDER BUTTONS 02

Gertrude Stein TENDER BUTTONS 03

Friederike Mayröcker
ÉTUDES 21.4.11
Gestaltung Monika Rohrmus


Friederike Mayröcker gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen im deutschen Sprachraum. Diese Stellung verdankt sie in erster Linie ihrer Lyrik, Erfolg hat sie aber auch mit Prosa und Hörspielen. Vier davon verfasste sie gemeinsam mit Ernst Jandl mit dem sie von 1954 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 zusammenlebte. Ihre Prosawerke werden der Kategorie »Autofiktion« zugerechnet. Teile ihres Werks wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Ihre Arbeitsweise beschreibt Mayröcker so: »Ich lebe in Bildern. Ich sehe alles in Bildern, meine ganze Vergangenheit, Erinnerungen sind Bilder. Ich mache die Bilder zu Sprache, indem ich ganz hineinsteige in das Bild. Ich steige solange hinein, bis es Sprache wird.«





»Friederike Mayröcker schreibt in ihrer ‚pneumatischen Fetzensprache‘, haucht alles in einer melancholischen Hast hin, im Ton einer entzückenden Leier, klagend und zugleich glücklich im Schreiben und nur noch im Schreiben.« Jörg Drews


2016, Format 17 cm x 28 cm, 12 Doppelseiten
9 einfarbige Linolschnitte und 9 Vignetten von Monika Rohrmus
gedruckt auf Somerset Bütten 115 g/qm,
der Text wurde digital gesetzt aus der Whitney book;
Schmetterlingsbindung, Einband Pappe mit bedrucktem Papier und mit einem Schuber versehen.
Auflage 15 Exemplare, nummeriert und signiert.
180,00 Euro

Mayröcker


Mayröcker

Ernst Jandl
VERSCHEUCHUNG ZWEIER FARBEN
Gestaltung Monika Rohrmus


Das Epigramm »verscheuchung zweier farben« erschien 1966 in der Reihe Walter-Drucke. Im Sinne der konkreten Poesie bzw. des visuellen Gedichtes, soll die grafische Anordnung des Textes seine inhaltliche Bedeutung unterstreichen. Dieses Spiel mit der räumlichen Positionierung der Buchstaben und Worte nimmt Monika Rohrmus in ihrer bildnerisch künstlerischen Gestaltung auf.

Zum Einen in der Adaption des im gleichschenkligen Dreieck angeordneten Textes und zum Anderen in der typografischen »Zerlegung« des Gedichtes in seine Einzelteile. Jeder Gedichtzeile wurde eine Doppelseite gewidmet, wobei die Anordnung der einzelnen Buchstaben bewusst aleatorisch erfolgte.





Die von Jandl vorgegebene semantische Bedeutung der »verscheuchung« bildet sich in der Grafik von Monika Rohrmus in den Größenverhältnissen der konkreten Formen ab. So zum Beispiel in der Ausdehnung der gelben und schwarzen Dreiecke, aber auch in ihrer richtungsbetonten Anordnung des Gegeneinander.

2015, Format 33 cm x 27 cm. 42 Seiten
18 zweifarbige Linolschnitte auf Somerset Bütten 115 g/qm gedruckt, der Text wurde digital gesetzt und mit Siebdruck übertragen, gebunden in Leinen und mit einem Schuber vertsehen
Auflage 25 Exemplare, nummeriert und signiert.
580,00

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Blockbuch XV
Friedrich Hölderlin
MENONS KLAGEN UM DIOTIMA
Gestaltung Helmut Schulze


Die Elegien »Menons Klagen um Diotima« sind Hölderlins Ausdruck seiner Liebe zu Susette, der Ehefrau des Bankiers Gotthard. Auf sie übertrug er sein Ideal der Liebe. Die Idee der Schönheit gewann reale Gestalt: eine Frau von griechischer Schönheit, klugem Verstand und feiner Art. Er gibt ihr den Namen »Diotima«, den Namen der Priesterin und Lehrerin des Eros in Platons »Symposion«. »Mein Schönheitssinn ist nun von Störung sicher.« Hölderlin orientierte sich ewig an diesem »Madonnenkopfe«. Diotima ist vergeben, doch unendlich strebt er nach ihr.
Diese Sehnsucht nach »ewiger Schönheit« nahm Helmut Schulze in seiner bildnerischen Gestaltung auf: den neun Elegien stellt er jeweils das Porträt einer »schönen« Frau/Madonna verschiedener Künstler unterschiedlicher Kunstepochen gegenüber. Er reduziert hierbei die Vorbilder auf Grauwerte und »schließt« ihre Augen. Pflanzen und Architekturteile ergänzen die Bildnisse; Farbflächen begrenzen den Bildraum und »modellieren« die Gesichter.



2015, Format 31 x 22 cm
Auflage 25 Exemplare, nummeriert und signiert
28 Seiten, Pigment- und Linoldruck auf Büttenpapier
Einband Ganzleinen und Pappschuber
290,00

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Blockbuch XIV
Erik Satie
SPORTS & DIVERTISSEMENT
Gestaltung Monika Rohrmus


Im Jahr 1914 erhielt Erik Satie (1866–1925) vom Verlag Lucien Vogel den Auftrag, zu dem Bilderzyklus »Sports et Divertissement« von Charles Martin, Musik zu komponieren. In Anlehnung an die Zeichnungen Martins entstanden 21 Musikstücke sowie kleine Gedichte, deren Text zwischen den Noten steht. Sie sind aber weder zu Singen noch zum Rezitieren, sondern für den Klavierspieler zum Lesen.

2014, hundert Jahre später, sah Monika Rohrmus ein Faksimile der handgeschriebenen Noten von Erik Satie und beschloss, zur Musik von Satie neue Bilder zu gestalten. Die Musikstücke, ihr Klangbild, sowie Titel und Saties Texte sind hierbei Inspiration für ihre Grafiken. So spiegeln konkrete Formen meist in ironischer Distanz die Musikstücke. Ein rotes Dreieck wird zum Gewehr, Kreise zu Kugeln.

Dieses Album erschien im März 2014 in der edition offizin parvus berlin. Es umfasst 50 Seiten, davon 21 Grafiken von Monika Rohrmus – Linolschnitt und Pigmentdruck – und 21 Musikstücke von Erik Satie.

Das Buch wurde auf Somerset Bütten 115 g/qm gedruckt
gebunden in Leinen mit Prägedruck
und mit einem Schuber versehen.

Format 33,5 cm x 29 cm
Auflage 25 Exemplare, nummeriert und signiert
650,00
Erik Satie SPORTS & DIVERTISSEMENT

Erik Satie SPORTS & DIVERTISSEMENT

Erik Satie SPORTS & DIVERTISSEMENT

Friedrich Hölderlin
NACHTGESÄNGE
Gestaltung Helmut Schulze


Die NACHTGESÄNGE erschienen erstmals zu Hölderlins Lebzeiten gesammelt im »Taschenbuch für das Jahr 1805«. In den gängigen Ausgaben der Werke Hölderlins werden die Gedichte nicht zusammen abgedruckt, sondern an anderen, vom Herausgeber bestimmten Stellen angeordnet.
In dieser Ausgabe hat Helmut Schulze die Gedichte wieder vereint und mit 5 eigens dafür geschaffenen Kaltnadel Radierungen versehen. Die Radierungen sollen nicht die Gedichte illustrieren, sondern seine Empfindungen beim Lesen der Gedichte wiedergeben.

2013, 5 Exemplare, nummeriert und signiert,
Format 38 x 28 cm, 26 Seiten, Bütten, Fadenheftung.
Der Einband, Bugrabütten auf Pappe mit Schuber.
980,00





NACHTGESÄNGE

Chiron
Tränen
An die Hoffnung
Blödigkeit
Vulkan
Hälfte des Leben
Ganymed
Lebensalter
Der Winkel von Hardt

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Gertrude Stein
MoneyMoney
Gestaltung Monika Rohrmus


Money,
More about money,
Still more about money,
All about money,
My last about money
erschien 1936 in der Saturday Evening Post.

Die 5 Artikel, geschrieben 1936, lesen sich erschreckend aktuell.
Zwischen Amüsement und Hilflosigkeit lassen uns diese Glossen ratlos zurück.





Das Buch erschien 2013 englischer Sprache.
Die Grafiken von Monika Rohrmus wurden vom Linol und mit Inkhet auf Papier Alt Burgund, Zerkall, gedruckt, ebenso das Vorsatzpapier. Der Text wurde digital gesetzt aus der Georgia und News Gothic.

20 Exemplare,
28 x 17 cm, 22 Seiten Pappeinband Siebdruck auf Bugrabütten.
150,00

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Reinhard Lettau
DER FEIND
Gestaltung Helmut Schulze


Die Erzählung »Der Feind« ist eine Anhäufung grotesker Kapitel über das Militär, das sich ständig und bravourös in seiner Sinnlosigkeit entlarvt. In ihr werden aktuelle Erfahrungen durch Lettaus »Metasprache« verdeutlicht. Ihre scheinbare Harmlosigkeit ist nur eine Methode, ein Ergebnis, durch konsequente Reduktion bestimmte gesellschaftliche Grundmuster freizulegen.

Diese Ausgabe erschien im Sommer 2013 in einer Auflage von
25 Exemplaren als Lizensausgabe mit freundlicher Genehmigung des Carl Hanser Verlages, München.





Die Zeichnungen gestaltete Helmut Schulze.
Der Text wurde aus der Hiragino Mincho Pro gesetzt und auf Alt Burgund von Zerkall gedruckt. Dem Buch liegt eine nicht autorisierte englische Übersetzung des Künstlers bei.




25 Exemplare, 28 x 17 cm, 28 Seiten
Pappeinband Siebdruck auf Bugrabütten.
95,00

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CHINESISCHE MAUER Band 1
Franz Kafka
Beim Bau der Chinesischen Mauer


Die fragmentarische Erzählung »Beim Bau der Chinesischen Mauer« von Franz Kafka entstand 1917 und wurde 1931 postum veröffentlicht.
Kafka beschreibt in seinem unvergleichlichen Stil äußerst nüchtern wie minutiös die Idee, Planung und Durchführung des Mauerbaues. In den fiktiven Erinnerungen des Erzählers geht es ihm darüber hinaus um die Funktion der Führerschaft (Kaiser) in Bezug zum Volk (Menschenmaterial), das zu einem Projekt »verführt« wird, das Hybris und Unsinn gleichzeitig darstellt.

CHINESISCHE MAUER Band 2
Karl Kraus
Die Chinesischen Mauer


Der Essay von Karl Kraus, Die chinesische Mauer, erschien erstmals im Juli 1909 in der Fackel, Wien.
Anlass zu diesem Essay war der Tod von Elsie Siegl in New York im Sommer 1909, die ermordet in einem Koffer in der Wohnung eines zwielichtigen Chinesen gefunden wurde. Der Skandal war allerdings der Fund von 2000 Liebesbriefen weißer Frauen an eben diesen Chinesen.
In seiner unnachahmlichen Unbedingtheit wie Subjektivität nimmt Kraus dieses Geschehen um über Moral und Doppelmoral der östlichen wie westlichen Gesellschaften zu räsonieren.

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2013, Auflage 15 Exemplare, Format 25 x 23,5 cm
28 Seiten, fünf Kaltnadel Radierungen von Helmut Schulze,
auf Rives Bütten gedruckt.
Chinesische Bindung.

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2013, Auflage 15 Exemplare, Format 25 x 23,5 cm
24 Seiten, fünf Holzschnitte von Monika Rohrmus,
auf Walthari Bütten von Zerkall gedruckt.
Chinesische Bindung.

In Mappe zusammen mit Kafka, Beim Bau der Chinesischen Mauer, 250,00 Euro

Blockbuch X
Beatles meet Laotzu, Band 1
Helmut Schulze/George Harrison/The Inner Light


2013, 25 Exemplare, Format 27,5 x 32,5 cm, 22 Seiten,
Siebdrucke, Linol -und Holzschnitte, Leporello,
Einband bezogen mit bedrucktem Papier


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BEATLES meet LAO TZU.
Unter diesem Titel vereinen Helmut Schulze und Monika Rohrmus ihre Interpretationen des Text von Laotse, Tao Te Ching, Kapitel 47. Ihre Arbeit mündete in zwei aufwändig gestalteten Künstlerbüchern, die sie gemeinsam in einem Schuber präsentieren.

Anlass der Zusammenarbeit war der Song von George Harrison, THE INNER LIGHT. 1968 reisten die Beatles nach Indien, um etwas zu finden, was ihnen Ruhm und Reichtum nicht geben konnten. Dort komponierte George Harrison, angeregt durch Juan Mascara, seinen Song »The Inner Light« auf den Text von Laotse, Tao Te Ching, Kapitel 47.

Blockbuch XI
Beatles meet Laotzu, Band 2
Monika Rohrmus/Laotzu/Tao Te Ching/Kapitel 47


2013, 25 Exemplare, Format 27,5 x 32,5 cm, 18 Seiten,
dreisprachig, Holzschnitte handgedruckt auf Japanpapier,
Japanische Blockbindung, Kassette bezogen mit bedrucktem Papier

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Helmut Schulze bezieht sich in seinem Buch ganz auf den Song THE INNER LIGHT, den George Harrison 1968 in Indien nach dem Text von Laotse komponierte. Schulze gestaltete einen seitenübergreifenden Fries als Leporello, in dem die vier Beatles gleich Noten zu dem Songtext herumtanzen.

Monika Rohrmus gibt dem alten philosophischen Text aus China eine bildnerische Entsprechung mit ihrem konkreten Formenrepertoire. Ihre Zeichen haben einen starken Charakter der Verinnerlichung.

Beide Bände in Schuber 980,00 Euro

Blockbuch IX
Helmut Schulze/Iohannis Keppleri
Somnium sivè astronomia lunaris


Diesem Buch liegt der lateinische Originaltext von Johannes Kepler – 1634 von M. Ludovico Kepplero Filio herausgegeben – zugrunde.

Normalausgabe.
Der Text wurde, wie die Zeichnungen und Gouachen, mit pigmentierter Tinte auf 115 g/qm Somerset Book einseitig gedruckt.

Auflage: 50 Exemplare, 2012
arabisch nummeriert und signiert.
Format: 21,5 x 29 cm, 78 Seiten, 5 Pop-ups
Blockbuch. Pappband, Fabriano mit
zweifarbigem Druck und Schuber.
250,00 Euro

Künstlerbuch
Die Normalausgabe basiert auf dem Künstlerbuch. Dieses enthält 5 Originalzeichnungen, 6 Gouachen, 12 mehrfarbige Inkjetprints und 8 Inkjetprints mit Übermalungen sowie 4 Pop-ups. Der Text wurde aus der Scala gesetzt und gedruckt auf 180 g/qm Canson Bütten, Japan– und Transparentpapier.



Auflage: 2 Exemplare, 2012
römisch nummeriert und (auch an den Originalen) signiert.
Format 27,5 x 38 cm, 64 Seiten, Klebebindung,
Einband mit zweifarbiger Prägung, gebunden in Fabriano Tiziano mit Schuber
2.500,00 Euro

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Der lateinische Text sowie die 223 »Notae«, geschrieben in den Jahren 1620–1630, wurden der Originalausgabe von 1634 entnommen. Somnium – der Traum vom Mond blieb ein Bruchstück, Kepler starb vor der Vollendung des Werkes, das erst nach seinem Tod, 1634, erschien.
Bei dieser Erzählung handelt es sich um einen der ersten Science-fiction Romane im modernen Sinne, die einen beträchtlichen Einfluss auf die späteren interplanetaren Reiseschilderungen von John Wilkens, Henry More, Samuel Butler und Jules Verne hatte.
Unser »Auge für die Wunder des Kosmos« hat Paul Scheerbart den Mond genannt. So kann der Leser von Keplers »Somnium« ihn noch einmal entdecken – nicht als Weltraumkolonie,


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Mülldeponie oder Rohstofflagerstätte des 22. Jahrhunderts und nicht als Ausflugsziel für Millionäre. Noch ist es da oben leer und still, so still, dass die weitgereiste Phantasie auf dem Rücken des Dämons gern Halt macht, um einen staunenden Blick auf die schnelldrehende »Volva« zu werfen »Somnium«, ein Zauberkasten, in dem sich unter jedem Deckel eine andere Welt verbirgt, ein Buch im Buch mit drei Schauplätzen und drei ineinander geschachtelten Erzählungen: in der ersten liest Kepler im Traum ein Buch, in der zweiten berichtet Duracotus von seiner Kindheit und in der dritten berichtet der Dämon von Levania vom Leben auf dem Mond.

Vergriffen:
Blockbuch VIII
Edwin A. Abbott
FLATLAND
A Romance of Many Dimensions
Gestaltung Monika Rohrmus


Der Ich-Erzähler in Flatland lebt in einer flachen, also zweidimensionalen Welt, deren Bewohner die Gestalt einfacher geometrischer Formen haben und einem strengen Kastensystem unterliegen. Frauen sind gerade Linien. Soldaten und Arbeiter sind gleichschenklige Dreiecke. Die Mittelschicht bilden gleichseitige Dreiecke wie beispielsweise Kaufleute. Darüber stehen die Gelehrten, die Quadrate, wie der Erzähler selbst, oder Fünfecke sind. Alle Figuren mit sechs oder mehr Seiten gehören dem Adel an, wobei ihre gesellschaftliche Stellung umso höher ist, je mehr Seiten sie haben. Die höchste gesellschaftliche Stellung haben die Kreise inne, die die Priesterkaste bilden.

Im ersten Teil des Buches beschreibt das Quadrat ausführlich die gesellschaftlichen Besonderheiten von Flatland. Insbesondere werden die komplizierten Methoden dargestellt, mit denen die Bewohner erkennen, welche Form ihr Gegenüber hat und wie somit mit ihm umzugehen ist.

Im zweiten Teil besucht der Erzähler in einem Traum das eindimensionale Linienland, eine Welt, deren Bewohner nur unterschiedlich lange Strecken auf einer Geraden sind. Vergeblich versucht er den König von Linienland davon zu überzeugen, dass es noch eine weitere Dimension gibt.
Der nun zur vollen Erkenntnis der Dimensionalität gelangte Erzähler übertrifft daraufhin die Kugel, seinen Lehrer, indem er sogar die vier– und höherdimensionale Welten als denkbar beschreibt, was die Kugel verärgert, die ihn deshalb zurück in seine Welt stößt. Als er seine Erkenntnisse unter den Bewohnern von Flatland verbreiten will, stößt er nur auf Irritation und wird schließlich als Aufrührer eingekerkert.

»FLÄCHENLAND ist weit mehr als eine Satire, und, gründlich gelesen, auch sehr viel weniger. Es ist ein Buch, das drei Themen gleichzeitig behandelt: ökologisches Lernen, liberales Denken und das Hinterfragen von Glaubenssätzen.« Gitta Peyn

Das Buch erschien 2012 in Englischer Sprache und folgt dem Originaltext, erschienen in London, 1884; illustriert mit Inkjet Prints und Linolschnitten von Monika Rohrmus, gedruckt auf einer Radierpresse.
Der Text wurde aus der Scala Sans gesetzt, digital gedruckt auf 115 g/qm Somerset Book.
Auflage 5 Exemplare,
nummeriert und signiert.
Format 32 x 35 cm, 58 Seiten
Leporellobindung, 2 Bände
Einband Halbleinen mit Fabriano und Schuber.
1.200,00 Euro

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Blockbuch VII / Normalausgabe
Monika Rohrmus
I GING
Das Buch der Wandlungen



Die 64 Zeichen des I GING interpretiert in 64 mehrfarbigen
Originalholzschnitten von Monika Rohrmus.
Gedruckt auf Japanpapier Tosa Shi auf einer Buchdruckpresse.
Das Buch erscheint im Sommer 2012.
Die 2010 erschienene Vorzugsausgabe ist vergriffen.

Auflage 30 Exemplare, nummeriert und signiert.
Format 25 x 27 cm, 64 Seiten, Japanische Blockheftung
mit Mappe, Einband Fabriano, 230,00 Euro
Monika Rohrmus ist Malerin und Grafikerin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Farbfeldmalerei und konkreter Kunst. Als Buchkünstlerin überrascht sie immer wieder mit außergewöhnlichen Ideen. So setzte sie die 8 Grundzeichen des I GING in Holzschnitte um. Diesen Elementen, die vor ca. 5000 Jahren entstanden und den ersten binären Code darstellen, wies sie jeweils, entsprechend ihrer (mehrfachen) Bedeutung eine Farbe zu. Durch dieses Konzept entwickelte sie das Buch und es entstanden 64 farbige Holzschnitte.

Die Farbigkeit der 64 Zeichen des I GING war also vorgegeben und wurde nicht willkürlich pro Grafik aufs Neue gesetzt. Durch die Farbigkeit entstand ein dramaturgisch immer wieder überraschendes Buch ohne Text.

Durch Monika Rohrmus Interpretation erhielten die 5000 Jahre alten Zeichen eine zeitgemäße künstlerische Aktualität.

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Vergriffen: I GING
Das Buch der Wandlungen
mit 64 Originalholzschnitten von Monika Rohrmus
Blockbuch VII

Monika Rohrmus setzte die 8 Grundzeichen des I GING in Holzschnitte um. Diesen Elementen, die vor ca. 5000 Jahren entstanden und den ersten binären Code darstellen, wies sie jeweils, entsprechend ihrer (mehrfachen) Bedeutung eine Farbe zu. Durch dieses Konzept entwickelte sich das Buch von selbst und es entstanden 64 farbige Holzschnitte.
Die Farbigkeit der 64 Zeichen des I GING war also vorgegeben und wurde nicht willkürlich aufs Neue gesetzt. Einige Zeichen wurden farbig unterlegt. So entstand ein dramaturgisch immer wieder überraschendes Buch ohne Text.

Durch Monika Rohrmus Interpretation erhielten die 5000 Jahre alten Zeichen eine zeitgemäße künstlerische Aktualität





Erschienen 2011 in einer limitierten Auflage von 3 Exemplaren
gedruckt auf Japanpapier Tosa Shi.
Leporellobindung in handgefertigter Leinenkassette.

Format 27 x 29 cm, 64 Seiten, aufgefaltet 1.600 cm
3.000,00 Euro

HAIKU
10 ausgewählte Haiku von Bashō, Buson, Hokushi, Issa, Ryōta, Shiki und Teijo sowie 10 mehrfarbige Originalholzschnitte von Monika Rohrmus.
Codex VI

Japanische Haiku bestehen meist aus drei Wortgruppen von
5 – 7 – 5 Lauteinheiten. Unverzichtbarer Bestandteil von Haiku sind Konkretheit und der Bezug auf die Gegenwart. Vor allem traditionelle Haiku deuten mit dem Kigo Jahreszeit an. Als Wesensmerkmal gelten auch die nicht abgeschlossenen, offenen Texte, die sich erst im Erleben des Lesers vervollständigen. Im Text wird nicht alles gesagt, Gefühle werden nur selten benannt. Sie sollen sich erst durch die aufgeführten konkreten Dinge und den Zusammenhang erschließen.

Monika Rohrmus versuchte dieser Wesensart Gestalt zu geben. Der Bezug ihrer künstlerischen Arbeit sind die Texte. Ihre künstlerische Umsetzung erfolgte assoziativ. Die Betonung liegt dabei auf der Reduzierung und Vereinfachung der Formen auf das Wesentliche. Die expressive Farbigkeit betont die Sinnlichkeit der Gedichte. Parallelen bestehen zum japanischen Holzschnitt allerdings weniger im künstlerischen Ausdruck, als in der Technik des Holzschnittes, der hier bewusst als adäquat zu den Haiku eingesetzt wurde.

Limitierte Auflage 5 Exemplare
Handgefertigte Leinenkassette
Handgeschöpftes Japanpapier Kozo Natur
Format 33 x 48,5 cm, 22 Einzelseiten mit Mappe
1.200,00






John von Mandeville / Helmut A. Dankert
Die Reisen des Ritters John von Mandeville
Blockbuch VI

Der ›Bestseller‹ des Mittelalters vom wohl bekanntesten Reisenden, neu übersetzt von Saskia Jeske.

Auflage von 20 Exemplaren mit 7, einzeln signierten ganzseitigen, mehrfarbigen Holzschnitten und vielen farbigen Initialen und Zeichnungen.
Einband mit Linolschnitt auf Bugrabütten sowie Schuber.
Ein Leporello, gedruckt auf Büttenpapier.

Format 31 x 42 cm, 26 Seiten
500,00 Euro


Mechthild Curtius / Monika Rohrmus
Landschaftsbilder
Codex V

Mechthild Curtius und Monika Rohrmus haben sich 1987 während einer Armenienreise kennengelernt. Ihre Liebe zur Landschaft und zur Kunst hat sie bestärkt, ein gemeinsames Buchprojekt zu machen.

10 Texte und 8 mehrfarbigen Grafikblätter, gedruckt von je 12 einzelnen Holzplatten auf einer Handpresse auf Büttenpapier. Die Grafikblätter sind einzeln signiert.
Auflage 10 Exemplare.

Handgefertigte Kassette im Format 33 x 44 cm
850,00 Euro

Xavier de Maistre / Helmut Schulze
Die Reise um mein Zimmer
Blockbuch V

Der Edel-, Lebemann und Soldat Xavier de Maistre schrieb 1790 (abgeschlossen 1794) während eines 42-tägigen Hausarrests, als Strafe für ein verbotenes Duell, seine Gedanken über den tieferen Sinn des Reisens nieder, eine Philosophie der Ortsveränderungen sozusagen. Erkenntnisse und Selbstbespiegelungen des Eingeschlossenen, die in ihrer Mischung aus Ironie, Weltweisheit, Melancholie, Naivität und einer Prise Rokokofrivolität, in unserer Zeit des Pauschaltourismusses wie der Desillusionierung durchaus verblüffen und aktuell anmuten.
Für diesen sehr vielschichtigen inneren Monolog versuchte Helmut Schulze eine adäquate Form zu finden, in dem er durch den Druck auf transparente Bildträger (Folien, Detail- und Japanpapier) Bildschichtungen erzeugte. Die unterschiedlichen bildnerischen Techniken, Textfragmente wie Zitate von Holzstichen und Bildvorlagen des 19.Jahrhunderts wie der klassischen Moderne, wollen darüber hinaus die Formauflösung und den Verzicht der Dichtung auf epische Kontinuität widerspiegeln.




Das Blockbuch erschien 2007 in einer Auflage von 50 arabisch numerierten Exemplaren.
Einbandgestaltung mit einem lackierten Originallinolschnitt, Pappband mit Bugrabütten kaschiert und Schuber.
Mehrfarbige Inkjetdrucke auf Werkdruck, Inkjetfolien und Transparentpapier, vier einzeln signierte Kaltnadelradierungen auf Bütten und sechs Originallinolschnitte auf Japanpapier.
Klebebindung mit Schnurheftung.
Des weiteren erschienen drei unverkäufliche ea. Exemplare und fünf römisch numerierte Künstlerbücher, die zum Teil handbemalt sind und mit der Normalausgabe nicht identisch sind.
Jedem Exemplar liegen zwei Audio-CDs mit dem vollständigen Text bei, besprochen vom Künstler


Format 28 x 39 x 1,5 cm
52 Seiten
450,00 Euro




Tal Barak / Monika Rohrmus
Negev
Codex IV

1996 erhielt Monika Rohrmus eine Einladung der Künstlerkolonie in Mitzpe Ramon, Israel, zu einem vierwöchigen Arbeitsstipendium im Negev. Dort entstanden eine große Anzahl kleinformatiger Gouachen und Zeichnungen, die in abstrahierender Form die Eindrücke dieser einmaligen Landschaft widerspiegeln. Durch die Begegnung und Freundschaft mit der im Negev lebenden Lyrikerin Tal Barak entstand die Idee zu einem gemeinsamen Mappenwerk. Beide Künstlerinnen haben in Ihrem Werk, unabhängig voneinander, an einer Interpretation ihrer Begegnung mit der Wüste Negev gearbeitet. So sind weder die Grafiken von Monika Rohrmus Illustrationen zu den Gedichten von Tal Barak noch die Gedichte Interpretationen der Grafiken.




Die Kassette mit 22 losen Seiten enthält drei Gedichte von Tal Barak und 10 Originalholz/Linolschnitte von Monika Rohrmus, gedruckt auf Japanpapier Mitsumi. Die Kassette wurde von Monika Rohrmus handgebunden. Die Kassette erschien 1996 in einer Auflage von 20 Exemplaren, arabisch numeriert und auf den Blättern einzeln signiert. 5 Künstlerexemplare wurden römisch numeriert und signiert. (Diese sind nicht für den Handel bestimmt).


Format 33 x 41,5 cm
650,00 Euro




Helmut Schulze-Reichenberg
Der Raucher M
Künstlerbuch

Der Raucher M oder die völlige Auflösung des Herrn Heinrich Bolle im Rauch mehrerer selbstgedrehter Zigaretten. Dargestellt in siebenundvierzig (47) kinetischen Folgen, ausgestattet mit Originalholzschnitten, kombiniert mit Siebdrucken.
Pappband, kaschiert.
1969, Auflage 1 Exemplar (vergriffen)
Format 38 x 54 cm

René Rilz / Klaus Böttger
Zurückkommen heißt Gehen
Künstlerbuch

Ein vielschichtig poetischer Text mit zehn beigelegten Original-Radierungen von Klaus Böttger.
Handgefertigte Seidenkassette.


1968, Auflage 5 Exemplare (vergriffen)
Format 41 X 49 cm




Gerlind Reinshagen / K.H. Meyer
Das Milchgericht
Codex III

Ein groteskes Hörspiel, der u.a. durch die Aufführung des Schauspiels „Der Doppelkopf“ bekannt gewordenen Autorin.
Der Band ist mit 12 mehrfarbigen Linolschnitten von K.H. Meyer ausgestattet, einzeln signiert und unter Passepartout eingeheftet.
Pappband kaschiert, Originallinolschnitte einzeln signiert.
1968, Auflage 2 Exemplare (vergriffen)
10 unverkäufliche Künstlerexemplare
Format 35 x 49 cm

Reinhard Lettau / Uwe Städtler
Der Feind
Blockbuch III

Erzählung von Reinhard Lettau mit Original-Siebdrucken von Uwe Städtler.



Einband Aluminium
1967, Auflage 10 Exemplare signiert, (vergriffen)
Format 19 x 33 cm




Aubrey Beardsley / Norbert Kaspar
Venus und Tannhäuser
Codex II

Die erste ungekürzte deutsche Übertragung des Originalmanuskripts von Hans von Weber aus dem Jahre 1909,
die Sabine Neumann überarbeitete mit 27 großformatigen Federzeichnungen (Offsetlithos) und Vignetten von Norbert Kaspar.




1969, Auflage 50 numerierte und signierte Exemplare, in Seide gebunden mit Schuber und einer signierten Radierung.
150 Exemplare Leinen broschiert
Format 22,5 x 25 cm
25,00 Euro




Walther von der Vogelweide / Peer Wolfram
Minnelieder
Codex I

Minnelieder von Walther von der Vogelweide nebst 20 signierten in Holz geschnittenen Minnebildern von Peer Wolfram (davon 5 mehrfarbig). Der Text wurde von Heinrich Holzapfel in einer karolingischen Minuskel handgeschrieben (Faksimile).




24 ungebundene Doppelbogen in Leinenkassette
1966, Auflage 80 Exemplare, numeriert und signiert
(vergriffen)
Format 33 x 45 cm




Peter Weiss / Günther Stiller
Nacht mit Gästen
Blockbuch II

Erstveröffentlichung. (Lizenz des Suhrkamp-Theater-Verlag) Moritat mit 14 zweifarbigen Original-Linolschnitten, von Günther Stiller, unterdruckt mit Negativschriftplatte aus Zeitungsdruck.




1966, 50 Vorzugsexemplare in Schuber mit signierten Einzelblättern. (vergriffen)
150 Exemplare broschiert und signiert
Format 26 x 32 cm
70,00




Alfred Jarry / Wolfgang Schlick
Ubu Roi
Blockbuch I

Drama in 5 Akten von Alfred Jarry, übersetzt von Marlis und Paul Pörtner. Mit 22 schwarz/weissen Originalholzschnitten von Wolfgang Schlick.




1965, Leporello, 24 Seiten, 50 Vorzugsexemplare, signierte Einzelblätter in Holzschuber, (vergriffen)
Format 32 x 45 cm



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